Vom GesprÀch zum Umsetzungsplan
Erzeuge Live-Output, den die Teilnehmenden direkt vor Ort bewerten können.
Du facilitierst eine strategische Sitzung. Teilnehmende teilen ihre Perspektiven. Normalerweise wĂŒrdest du einen Tag lang nachbearbeiten: Haftnotizen sortieren, einen Entwurf schreiben, Feedback einsammeln.
Den Prozess als gegeben akzeptieren. Nach der Sitzung einen Tag fĂŒr die Verarbeitung einplanen, weil "das schon immer so war". Die Annahme, dass QualitĂ€t Abstand braucht; dass man eine Nacht darĂŒber schlafen muss. Und wahrscheinlich auch: der Zweifel, ob AI es genauso gut kann wie du selbst.
AI kann Entwurfs-Output wĂ€hrend der Sitzung selbst generieren. Leute sehen ihre Worte sofort zurĂŒckgespiegelt, strukturiert in der Form, die die Organisation braucht. Die Feedbackschleife schrumpft von Tagen auf Minuten.
Was wĂ€re, wenn Leute ihren Input sofort als Entwurfsdokument zurĂŒcksehen könnten?
Die Geschichte: 1 Tag zu 1 Minute
Wir haben dieses Prinzip fĂŒr den Transformationsplan des Netzwerks fĂŒr psychische Gesundheitsversorgung (GGZ, das niederlĂ€ndische System fĂŒr psychische Gesundheitsversorgung) in Centraal Gelderland angewandt. Es funktionierte, weshalb wir es danach auch in Amsterdam angewandt haben.
Ein Beispiel aus Gelderland. DreiĂig Teilnehmende geben Input fĂŒr einen Transformationsplan fĂŒr das Netzwerk fĂŒr psychische Gesundheitsversorgung. Der alte Prozess:
- Live-Sitzung: Leute arbeiten in Kleingruppen
- Haftnotizen an WĂ€nden
- Ein Tag Verarbeitung: Facilitatoren clustern und schreiben einen Entwurf
- Review durch ein 10-Personen-Team
- Finale Integration
Die Frage: was wÀre, wenn AI dieses Entwurfsdokument direkt aus dem GesprÀch generieren könnte?
Die Antwort wurde ein Live-Workflow:
- Transkription lÀuft parallel zur (originalen) faciliierten Sitzung, bei der Haftnotizen verwendet werden.
- WĂ€hrend kurzer Pausen generiert AI Entwurfsabschnitte
- Leute sehen ihre Worte zurĂŒckgespiegelt, strukturiert, und erkennen sie sofort wieder
Von einem Tag Arbeit zu Minuten Verarbeitung. Ohne den Wert von Haftnotizen oder Facilitation zu ersetzen.
Wie es funktioniert
Die Grundmethode
VOR DER SITZUNG: Bereite Prompts vor, die zum benötigten Dokumenttyp und -stil passen.
WĂHREND:
- Transkription lÀuft parallel
- Nach jeder Phase: Transkriptabschnitt geht an AI
- AI generiert einen Entwurfsabschnitt in der richtigen Form
- Der Gruppe zur Validierung zeigen
- Feedback integrieren
DANACH: Alle Abschnitte zum Enddokument zusammenfĂŒhren.
Der Feedbackzyklus
In der Praxis sieht das so aus:
- Gruppe 1 gibt Input
- AI macht daraus Entwurf v1
- Gruppe 1 reagiert auf v1, Feedback wird in Entwurf v2 verarbeitet
- Gruppe 2 erhÀlt v2, reagiert und ergÀnzt
- AI verarbeitet zu Entwurf v3
- Gruppe 3 erhÀlt v3, gibt finalen Input
- Das Dokument hat Input und Feedback von allen erhalten: jeder konnte beitragen
Das ist die "rollende" Variante: jede Gruppe baut auf der verbesserten Version der vorherigen auf. AI hĂ€lt den Faden. Das ist eine Vorschau: in Phase 3 werden weitere Varianten behandelt, wie das ZusammenfĂŒhren paralleler Breakouts zu einer einzigen Synthese.
Der Prompt
Das ist der tatsĂ€chliche Prompt, den wir wĂ€hrend der Transformationsplan-Sitzungen fĂŒr das Netzwerk fĂŒr psychische Gesundheitsversorgung verwendet haben. Er wurde fĂŒr Dembrane entworfen, funktioniert aber mit jedem Tool, das Transkripte verarbeiten kann.
Was ihn besonders macht: du verwendest denselben Prompt wiederholt. Jedes Mal mit mehr Input. AI bestimmt selbst, was nötig ist.
Wie es funktioniert:
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Ein Prompt, zwei Modi. Wenn du nur das Transkript der Diskussion lieferst, generiert AI einen ersten Entwurf-Teilplan. Wenn du auch das Feedback-Transkript lieferst, generiert AI eine ĂŒberarbeitete Version. Gleicher Prompt, anderes Ergebnis.
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Reflexion bei Erstverwendung. FĂŒr den ersten Entwurf generiert der Prompt auch eine kurze Reflexion: eine narrative Zusammenfassung der zentralen Erkenntnisse aus der Diskussion. Das zeigst du der Gruppe: "das hat AI gehört."
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Feedback transparent verarbeitet. In ĂŒberarbeiteten Versionen markiert AI, was sich geĂ€ndert hat und warum. Der Abschnitt "Verarbeitung des Feedbacks" zeigt genau, wie der Input der vorherigen Gruppe eingeflossen ist. Das erzeugt Eigenverantwortung: Leute sehen, dass ihr Feedback zĂ€hlt.
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Kernwerte als roter Faden. Der Prompt identifiziert Werte aus der Diskussion und webt sie durch das gesamte Dokument. Das gibt dem Plan nicht nur Struktur, sondern auch Seele.
Gruppe 1 diskutiert Thema âââș Prompt âââș Echo + Entwurf v1
â Gruppe 1 zeigen
G1 Feedback auf v1 âââș Prompt âââș Entwurf v2 (ĂŒberarbeitet)
â nĂ€chster Gruppe zeigen
G2 Feedback auf v2 âââș Prompt âââș Entwurf v3 (ĂŒberarbeitet)
â nĂ€chster Gruppe zeigen
G3 Feedback auf v3 âââș Prompt âââș Entwurf v4 (final)
Jedes Mal derselbe Prompt. Jedes Mal mehr Input. Das Dokument wÀchst mit.
Den vollstÀndigen Prompt ansehen (dieser ist sehr lang)
Rolle: Du bist ein analytischer Redakteur und strategischer Entwickler. Du destillierst zuerst die Kernerkenntnisse aus der/den bereitgestellten Diskussion(en). Dann synthetisierst du diese vollstĂ€ndig zu einem umfassenden, detaillierten, zukunftsorientierten und transparenten Entwurf (oder ĂŒberarbeiteten Entwurf) eines Teilplans fĂŒr das Netzwerk fĂŒr psychische Gesundheitsversorgung [Region], wobei die identifizierten Kernwerte als roter Faden durch den Text gewebt werden.
Kontext:
- Thema: Das zentrale Thema dieses Teilplans, zu identifizieren aus dem Input.
- Input - Basisdiskussion(en): Ein oder mehrere Transkript(e) der ersten Arbeitssitzung(en) zum Thema. (Hinweis: Transkripte können in einer anderen Sprache sein).
- Input - Feedback (Optional): Ein oder mehrere Transkript(e) von Feedback-Sitzung(en) zu einer frĂŒheren Version dieses Teilplans. (Hinweis: Transkripte können in einer anderen Sprache sein).
Zieloutput (zweiteilig, Teil 1 ist bedingt):
- Teil 1 - Echo der Basisdiskussion(en): Ein prÀgnanter, vorwiegend narrativer Bericht der Kernerkenntnisse aus der/den Basisdiskussion(en). (Bei mehreren Basistranskripten ein Echo pro Transkript erstellen; bei einem ein allgemeines Echo dieser Sitzung). Nur generieren, wenn kein Feedback-Transkript vorliegt, oder wenn explizit angefordert.
- Teil 2 - Entwurf (oder ĂŒberarbeiteter Entwurf) des Teilplans: Ein vollstĂ€ndiger und reich ausgearbeiteter Teilplan. Er spiegelt den "Charakter von [Region]", zugrundeliegende Werte und Nuancen wider. Dient als Lernwerkzeug, betont Zusammenarbeit, baut auf vorhandenem Wissen auf und enthĂ€lt Transparenzelemente. Kernwerte werden durchgehend angewandt und wo möglich verbunden.
Erforderlicher Stil/Ansatz (fĂŒr Teil 2):
- Wichtiger Sprachhinweis: Die Inputtranskripte können (unbeabsichtigt) in einer anderen Sprache sein. Alle generierte Ausgabe muss ausnahmslos in korrekter, flĂŒssiger und professioneller Sprache entsprechend den Standards der Organisation sein.
- Sprache: Formell, professionell.
- Ton: Kollaborativ, zukunftsorientiert, reflektierend, handlungsorientiert, pragmatisch, lösungsorientiert und offen. Spiegelt den Kontext, die zentralen Werte und den Lerncharakter von [Region] wider. FlĂŒssige, detaillierte und ĂŒberzeugende Darstellung, mit Aufmerksamkeit fĂŒr Wiedererkennbarkeit des Inputs.
- Perspektive: Aus Sicht der zusammenarbeitenden Parteien (Bewohner, Angehörige, Fachkraft).
- Terminologie: Korrekter Fachjargon (wie im Sektor verwendet), wenn explizit erwÀhnt.
- Kritische EinschrĂ€nkung: Output streng auf explizite Informationen in Transkripten stĂŒtzen. Nicht ergĂ€nzen, interpretieren oder erfinden.
Anweisungen:
TEIL 1: ECHO DER BASISDISKUSSION(EN) (Nur generieren, wenn kein Feedback-Transkript vorliegt, oder wenn explizit angefordert)
- Input fĂŒr Teil 1 analysieren: Anzahl der bereitgestellten Basisdiskussion-Transkripte bestimmen.
- Echo(s) generieren: - Bei MEHREREN Transkripten: Jedes separat analysieren. Pro Transkript einen kurzen, narrativen Absatz (ca. 3-5 SĂ€tze) formulieren, der Kernerkenntnisse/Ideen/Tenor zusammenfasst. Unter jeweiligen Ăberschriften prĂ€sentieren. - Bei EINEM Transkript: Einen kurzen, narrativen Absatz (ca. 3-5 SĂ€tze) formulieren, der die Kernerkenntnisse der gesamten Sitzung zusammenfasst.
TEIL 2: ENTWURF (ODER ĂBERARBEITETER ENTWURF) DES TEILPLANS
- Hauptthema identifizieren: Die Basisdiskussion(en) analysieren und das zentrale Thema bestimmen. Das Thema durchgehend verwenden.
- Inputtyp analysieren: PrĂŒfen, ob neben der/den Basisdiskussion(en) Feedback-Transkript(e) bereitgestellt wurden.
- Verarbeitungsstrategie: - NUR BASISDISKUSSION(EN): Direkt zu Schritt 6. Einen ersten Entwurf generieren, der so reich und vollstĂ€ndig wie möglich ist. - AUCH FEEDBACK-TRANSKRIPT(E): a. Die Feedbackpunkte analysieren (Kritik, VorschlĂ€ge, KlĂ€rungen, neue Erkenntnisse). b. Eine ĂBERARBEITETE Version generieren. Erkenntnisse aus der/den Basisdiskussion(en) mit grĂŒndlicher Verarbeitung des Feedbacks kombinieren. Im Text explizit auf die Verarbeitung des Feedbacks verweisen (z.B. 'Basierend auf dem Feedback wurde X wie folgt umformuliert').
- Kerninformationen extrahieren: Kernwerte identifizieren; nach Einleitung, Hauptziel, aktuellem Status, Intervention, Zielgruppe, Wirkungen, beteiligten Partnern und Input fĂŒr Transparenz suchen.
- Konflikte synthetisieren: Bei widersprĂŒchlichen Ideen eine Synthese ĂŒber zugrundeliegende Werte versuchen. Andernfalls als Diskussionspunkt identifizieren.
- Teilplan strukturieren: - Erstellung dieses Entwurfs: Den Erstellungsprozess beschreiben. Beim ersten Entwurf: synthetisiert aus Basisdiskussion(en). Bei ĂŒberarbeiteter Version: Feedback verarbeitet, Quellen benennen. - Einleitung ("Warum ein [Thema] in [Region]?"): Umfassende, kontextreiche Einleitung. Problem, Relevanz, Notwendigkeit eines integrierten Ansatzes skizzieren. - Hauptziel: Das zentrale Ziel. Auf Kernwerte verweisen. - Kernwerte: Auflisten, mit einem kurzen erlĂ€uternden Satz pro Wert. - Reflexion ĂŒber Leitprinzipien: Kurzer Reflexionsabsatz (2-3 SĂ€tze) darĂŒber, wie Kernwerte leitend waren. - Aktueller Status ("Wo stehen wir?"): Umfassende Beschreibung der aktuellen Situation, EngpĂ€sse, positive Initiativen. - Entwicklung [Thema]: Einleitungssatz, gefolgt von: - Intervention ("Wie gehen wir es an?"): Umfassend und konkret, mit Aktionen und Elementen. - Zielgruppe ("FĂŒr wen?"): Falls diskutiert. - Beabsichtigte Wirkungen ("Was bringt es?"): KPIs falls erwĂ€hnt, mit ErklĂ€rung pro Wirkung. - Beteiligte Partner ("Wer?"): Entscheidende Partner, wie die Zusammenarbeit Kernwerte unterstĂŒtzt. - (Optional) LernfĂ€higkeit: Beitrag zu einem lernenden System.
- Allgemeine QualitÀt: Logischer Fluss, KohÀrenz. Text soll die Nuancen, Dringlichkeit, gemeinsame Vision und den Lerncharakter von [Region] atmen. Kernwerte als roter Faden.
- VollstÀndiger Output: Teil 1 (falls zutreffend) und Teil 2 in einem Durchgang generieren. Alle Abschnitte vollstÀndig ausarbeiten.
- Schlussabschnitte: - Rechenschaft ĂŒber Feedbackverarbeitung (NUR fĂŒr ĂŒberarbeitete Version): Wie Feedback zu spezifischen Ănderungen gefĂŒhrt hat. - Anmerkungen, fehlende Informationen und erwogene Alternativen: EinschlieĂlich 'Erwogene Alternativen und mögliche blinde Flecken' (1-2 Alternativen, 1-2 blinde Flecken). - Ein lebendes Dokument: Einladung zu Feedback, Bedeutung von geteilter Eigenverantwortung.
Input:
- Basisdiskussion(en): [Transkript(e)]
- Feedback (optional): [Transkript(e)]
Ausgabeformat:
Ăberarbeiteter Entwurf Teilplan [Region]: [Das identifizierte Thema] (Entwurf 2.0)Erstellung dieses Entwurfs(Aktualisierter Text, der widerspiegelt, dass dies eine ĂŒberarbeitete Version nach Feedback ist, usw.)
Einleitung ("Warum [das identifizierte Thema] in [Region]?")(Ăberarbeiteter Text)
Hauptziel fĂŒr [das identifizierte Thema](Ăberarbeiteter Text)
Kernwerte fĂŒr [das identifizierte Thema](Ăberarbeiteter Text, falls zutreffend)
- [Kernwert 1]: [Ăberarbeitete ErklĂ€rung]
(usw.)
Reflexion ĂŒber Leitprinzipien(Ăberarbeiteter Text, falls zutreffend)
Aktueller Status in [Region] ("Wie ist die aktuelle Situation bezĂŒglich [des identifizierten Themas]?")(Ăberarbeiteter Text)
Entwicklung [das identifizierte Thema](Ăberarbeiteter Einleitungssatz)
Intervention ("Wie gehen wir es an?") (Ăberarbeiteter Text)
Zielgruppe ("FĂŒr wen ist [das identifizierte Thema] gedacht?") (Ăberarbeiteter Text)
Beabsichtigte Wirkungen ("Was bringt es?") (Ăberarbeiteter Text)
Beteiligte Partner ("Wer macht mit?") (Ăberarbeiteter Text)
(Optional) LernfĂ€higkeit ("Wie lernen und verbessern wir?") (Ăberarbeiteter Text)
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Anmerkungen, fehlende Informationen und erwogene Alternativen(Ăberarbeiteter Text)
Erwogene Alternativen und mögliche blinde Flecken (Ăberarbeiteter Text)
Ein lebendes Dokument(Ăberarbeiteter Text, möglicherweise reflektierend ĂŒber diese neue Iteration)
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Verarbeitung des Feedbacks (Ănderungen gegenĂŒber dem vorherigen Entwurf)- Basierend auf Feedback zu [Thema A] wurde [Ănderung X] in Abschnitt [Y] umgesetzt, weil [Grund].
- Der Vorschlag, [Thema B] hinzuzufĂŒgen, wurde in [Abschnitt Z] verarbeitet.
- Die Bedenken bezĂŒglich [Thema C] wurden durch [Ănderung W] adressiert.
(3-5 Stichpunkte)
- "Output streng auf explizite Informationen stĂŒtzen" verhindert, dass AI Dinge erfindet. Du bekommst ehrlichen Output mit klaren LĂŒcken, die du fĂŒllen kannst.
- "Explizit darauf verweisen, wie Feedback verarbeitet wurde" Transparenz darĂŒber, was mit dem Input passiert ist. Leute sehen, dass ihr Beitrag zĂ€hlt.
- "Kernwerte als roter Faden" das Dokument bekommt KohÀrenz durch die Werte, die die Gruppe selbst identifiziert hat.
- "Die zweiteilige Struktur (Echo + Teilplan)" erst zeigen, was AI gehört hat, dann das Dokument. Diese Reihenfolge gibt der Gruppe Halt: erst Wiedererkennung, dann Struktur.
- "Stil im Prompt." Der Prompt enthĂ€lt Stilrichtlinien, damit AI nicht generisch schreibt, sondern in der Sprache und Struktur, die die Organisation erwartet. (Siehe [Quelldokument als Stilvorlage](/social-ai/de/quelldokument-stil) fĂŒr die Definition dieses Stils.)
Diesen Prompt fĂŒr deinen Kontext anpassen. Die Themen, Terminologie und Dokumentstruktur oben sind spezifisch fĂŒr das Netzwerk fĂŒr psychische Gesundheitsversorgung. Du kannst den Prompt anpassen, indem du:
- Die Rolle auf deinen Dokumenttyp Ànderst (Projektplan, Policy Brief, strategischer Rahmen)
- Die Themenliste durch die fĂŒr deine Sitzung relevanten Themen ersetzt
- Den Stil an die Sprache und den Ton deiner Organisation anpasst
- Die Struktur (Schritt 8) nach dem Format modellierst, das deine Organisation erwartet
Ein schneller Ansatz: gib AI diesen Prompt zusammen mit einem Beispiel eines bestehenden Dokuments deiner Organisation und frage: "Pass diesen Prompt so an, dass die Ausgabe zu diesem Format passt."
Die Rollenaufteilung
Das erfordert zwei Personen:
| Facilitator | Co-Facilitator | |
|---|---|---|
| Vor der Sitzung | Sitzungsdesign, Fragen vorbereiten | Technik einrichten, Aufnahme arrangieren |
| WĂ€hrend | GesprĂ€ch leiten, AI-Output zeigen, Validierung begleiten | Transkription ĂŒberwachen, Abschnitte auswĂ€hlen, Prompts starten |
| Danach | Output mit der Gruppe reviewen | Verarbeitung und Konsolidierung |
Niemals: Facilitator hinter einem Laptop, wÀhrend die Gruppe wartet.
Spannungen
AI-Output als Wahrheit prÀsentieren "Das habt ihr beschlossen" klingt definitiv, aber es ist eine AI-Interpretation.
Mein Ansatz: Ich prÀsentiere es immer als Entwurf. "Das hat AI aus eurem GesprÀch gemacht. Stimmt das so?"
Zu wenige Validierungsmomente Sitzungsende: "Schaut, euer Dokument!" Aber niemand erkennt sich wieder, weil es keine Zwischenchecks gab.
Mein Ansatz: Unterwegs validieren. Nach jeder Phase prĂŒfen, ob es stimmt.
Stil vergessen AI schreibt generisch. Das Dokument passt nicht zu den Standards der Organisation.
Mein Ansatz: Stilrichtlinien in jeden Prompt. [Siehe Quelldokument als Stilvorlage]
Die Seele verlieren Das Dokument ist technisch korrekt, aber vermisst die Energie des GesprÀchs.
Mein Ansatz: Die Zitate bewahren. Ihre Worte, ihre Formulierungen. Das hÀlt es lebendig.
Sicherheitscheckliste
- Stilrichtlinien in den Prompts enthalten?
- Unterwegs mit der Gruppe validiert?
- Zitate und Originalsprache bewahrt?
- Als "Entwurf zur Validierung" gerahmt, nicht als Entscheidung?
- WidersprĂŒche und fehlende Informationen gekennzeichnet?
Philosophische Vertiefung
Direktes Feedback stimuliert Eigenverantwortung
Es gibt einen Grund, warum das funktioniert. Wenn Leute ihre Worte sofort zurĂŒckgespiegelt sehen, ist die Verbindung zwischen Sprechen und Ergebnis noch frisch.
"Das habe ich gerade gesagt. Und jetzt steht es hier."
Das ist anders als ein Bericht eine Woche spÀter. Die Geschwindigkeit dient nicht der Effizienz; die Geschwindigkeit dient der Eigenverantwortung.
Das Ritual Àndert sich, die Intention bleibt
Das alte Ritual: Haftnotizen, Clustern, ein Tag Arbeit, Entwurf, Review, Endversion. Das neue Ritual: Sprechen, sofortiger Output, Validieren, Verfeinern.
Die Form ist anders. Aber die Intention (Leute zu EigentĂŒmern eines Plans machen) bleibt dieselbe. TatsĂ€chlich: durch die Geschwindigkeit ist die Eigenverantwortung direkter.